Barcelona

Von Freiburg aus kann man um 7h45 den Bus zum Flughafen Basel/ Mulhouse nehmen und um 12h15 schon auf der Placa Espana in Barcelona stehen. So schnell, bequem und günstig reist man von unserer südwestlichen Landesecke aus selten.

Die diesjährige Barcelona-Reise hatte das Besondere, dass alle 9 Musiker mitfuhren bzw. mitflogen, denn auf dem Programm stand als zweite Konzerthälfte Hans Abrahamsens „Schnee“, in Tutti-Besetzung mit zwei Klavieren. Bei dieser Gelegenheit stellten wir fest, dass Jaime und Christian noch nie mit dem Ensemble in Barcelona gespielt hatten, während zum Beispiel wir Streicherinnen bestimmt schon vier oder fünf Mal dort aufgetreten sind. Für mich persönlich ist es immer besonders attraktiv, in Barcelona zu spielen, weil meine Schwester Annette und ihr Freund Enric dort leben. Beide haben Interesse an neuer Musik, und so kamen sie auch gerne zum Konzert ins Auditori, das moderne Konzerthaus am nordöstlichen Rand des Stadtzentrums. Der Kammermusiksaal, ganz mit dunklem Holz ausgekleidet, bot die ideale Akustik: warm, voll und doch transparent.

Die erste Hälfte bestand aus vier Stücken von Hector Parra, den wir schon in der halben Welt gespielt haben, aber noch nie in seiner Heimat Katalonien. Die extrem expressiven Stücke kamen gut an und bildeten in der Kombination mit Abrahamsen eine Art heissen, angespannten Pol, während „Schnee“ dann den kühlen, fliessenden Gegenpart dazu ergab.

Am nächsten Morgen flogen wir nach München. Da es ein Sonntag war, hatten wir überall freie Bahn und reisten wieder ganz mühelos.