Kopenhagen im Mai 2013

Polizeilich aktenkundig zum Abschied aus Dänemark. 
Ich hatte das Taschenmesser, ein Werbegeschenk der Brauerei Altenmünster, beim Packen im Hotel vergessen, aus dem Rucksack in den Koffer zu legen. Ein üblicher Vorgang, was wieder einmal den Verbleib eines kleinen Helfers an einem Abflughafen zur Folge hatte.

In Dänemark sind aber Klappmesser mit Feststellvorrichtung, so klein sie auch sein mögen, illegal. Also wurde mir eröffnet, man müsse jetzt die Polizei kontaktieren. Der erste Schreck legte sich bald. Die während des Kopenhagenaufenthaltes gewonnenen Eindrücke bestätigten sich auch hier. Sympathisch, freundlich, entspannt, immer gut gelaunt.

Ein Formular wurde ausgefüllt, ich durfte noch ein Abschiedsfoto von meinem Taschenmesser machen und wurde mit dem Hinweis verabschiedet, dass ich wahrscheinlich sowieso nichts von der Polizei hören würde. 

Da wir am Anreisetag wegen des sehr frühen Fluges schon um 9 Uhr in der Frühe in Kopenhagen waren, hatten wir diesmal Gelegenheit, einen touristischen Tag einzufügen, und auch das Wetter spielte entgegen den Prognosen mit.
Kopenhagen ist allemal eine Reise wert. Den Abschluß dieses Urlaubstages bildete mal wieder ein Fußballspiel, das Endspiel in der Championsleague zwischen Bayern München und Borussia Dortmund, das ich in dänischer Gesellschaft beim Public Viewing im Tivoli erlebte, ein fulminantes Spiel, wie ich finde, mit dem glücklicheren, nicht ganz unverdienten Ende für die Bayern, wie der Fußballfachmann zu sagen pflegt. 

Aus künstlerischer Sicht glich der Aufenthalt nach gefallenem Startschuss mit der ersten Probe am Morgen des Folgetages dann einem Marathonlauf.
Tag 2: Proben - Üben ? Proben ? Schlafen 
Tag 3: Proben ? Üben - Proben ? Konzertieren ? Schlafen
Tag 4: Proben ? Üben ? Proben - Konzertieren ? Schlafen
Tag 5: Abreise

Neben dem ersten Konzert mit Stücken von Pesson, Iannotta, Prins, Worsae, Christensen und Steen-Andersen standen wir auch für einen Komponistenworkshop an der Musikhochschule Kopenhagen zur Verfügung, in dem wir Stücke junger dänischer Komponisten einstudierten. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden dann im zweiten Konzert präsentiert.

Die Erschöpfung gegen Ende des Aufenthaltes war so groß, dass sogar auf die Degustation des neunprozentigen Festivalbieres am letzten Abend verzichtet wurde. Die Verlockung der Horizontalen in Form des Hotelbettes war einfach zu groß.

In Erinnerung bleiben werden auch die beim Frühstück im Hotel Ibsen angebotenen Sandwiches. Zur Auswahl standen Lachs-, Huhn-, Käse-, Schinken-, Salami- und Eiersandwich. Klingt erst einmal nicht ungewöhnlich, aber das, was sonst noch drauf war, macht halt den Unterschied. Wahrscheinlich wird dies auf das Schulvesper für meine Kinder abfärben. Leonard und Magdalena wird?s freuen.