Witten, Tage für Neue Kammermusik, April 2013

Wir sind wieder in Witten, bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik ! Es war dieses Jahr außergewöhnlich kalt... Wir hatten fast immer bei diesem Festival die Wittener Sonne genossen, aber dieses mal Pech... 
ensemble recherche Musiker nahmen dieses Jahr in 3 verschiedenen Programmen teil. Eins war unser Schlagzeuger Christian Dierstein mit dem französischen Schlagzeuger RIchard Dubelski in ? Retrouvailles ? von Georges Aperghis. Es wurde in der Stadt, im netten Cafe Hof gespielt, ich habe die Texte, die Christian immer wieder auf der Reise gelernt hatte, wohl erkannt ! Es war ein tolles Stück und ganz toll gespielt. Ein Stück, das uns richtig gute Laune machte. 

Zweites Programm für uns war ein Portrait Konzert von Dieter Ammann. Ich habe mit Martin Fahlenbock ein Duo ( Titel ?Cute ? ; das bedeutet Clarinet u. Flute zusammen ) gespielt. Ein super Stück ! Es hat uns echt viel Spaß bereitet. Oren Shevlin, der Solo- Cellist von WDR Orchester spielte auch ein ? Piece for Cello ? Souverän!

Tutti- Programm war am Samstag Abend in der Rudolf Steiner Schule mit den Stücken von Simon Steen-Andersen ( ? Im Rauschen? , unser Bläsertrio ) , Unsuk Chin ( von Nieuw Ensemble gespielt ) Aperghis ( von Trio Catch gespielt ) und Johannes Kreidler ? Shutter Piece ? , Uraufführung von ensemble recherche . 
Simons Stück ist ein Bläser Trio, aber keiner bläst in die Instrumente, stattdessen läuft ein Rausch- Geräusch durch kleine Lautsprecher in allen Instrumenten. Wir greifen die Griffe, damit wir einen Tonhöhenunterschied bekommen und durch Pedale oder Kissen ( Die Flöte wird komplett zugedeckt ) ist Artikulation realisierbar. Ganz intimes süßes Stück.

Die Besetzung von Kreidlers neuen Stück war Tutti recherche ohne Klarinette. Nach dem Konzert hat ein Bekannter mich gefragt, ob ich mit Kreidler Äger gehabt hatte, und das Stück deswegen ohne Klarinette war, aber es ist nicht so ! Ich kannte den Johannes nicht persönlich und das Stück war zufällig ohne mich geplant!
Es war mit Video, Elektronik ( Kreidler selber regelte es ) und 8 Musiker, grosse Baustelle. Lustige Ideen und gute Momente, aber fast das Allerbeste war die Reaktion des Publikums nach dem Stück. Es war in zwei Parteien geteilt, grosse Bravo und grosse Buh- Rufe ( und zwar im Rhythmus von seinem Stück! ), das Stück hat in beiden Richtungen das Publikum berührt !!