Genevieve Strosser

Nach dem Studium der Bratsche in der Klasse von Claude Ducrocq in Strasbourg nahm Geneviève Strosser Unterricht bei Serge Collot und Jean Sulem am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris und belegte Meisterkurse mit Nobuko Imai, Bruno Giuranna Yuri Bashmet, Franco Donatoni und György Kurtág. Regelmäßige Auftritte mit Ensembles für Neue Musik wie Ensemble intercontemporain, London Sinfonietta, Klangforum Wien und Contrechamps unter der Leitung von Pierre Boulez, Peter Eötvös, Heinz Holliger und anderen.

Bis 2000 Mitglied des Ensemble Modern. Darüber hinaus spielte sie im Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt, Carlo Maria Giulini und Sir Georg Solti. Sie beherrscht das klassische Kammermusik-Repertoire mit Partnern wie Gordan Nikolitch, Jeanguihen Queyras, Muriel Cantoreggi, Antje Weithaas und Felix Renggli. Sie war Mitglieder des Vellinger Streichquartett in London. Als Solo-Bratschistin wird sie regelmäßig mit dem Auvergne Chamber Orchestra, BBC National Orchestra of Wales, Orchesta de Cadaquès (Spanien), den Philharmonia Orchestra London und dem Brüsseler Orchestre de La Monnaie eingeladen.

Geneviève Strosser wirkt in zahlreichen Festivals wie Musica, Berliner Festwochen, Salzburg, Ars Musica, Agora, Wien Modern, Davos und Witten mit.

Mit einem Repertoire an Solostücken – die großen Bratschenwerke des 20. Jahrhunderts inbegriffen – arbeitet Geneviève Strosser auch eng mit gegenwärtig schaffenden Komponisten zusammen: Peter Eötvös, Heinz Holliger, George Benjamin, Helmut Lachenmann. Stefano Gervasoni und Hugues Dufourt haben ihr Violakonzerte gewidmet und sie hat mehrere Werke Georges Aperghis‘ uraufgeführt und spielte in dessen Musiktheaterstücken (Commentaires, Machinations, Un Temps Bis).

Neben ihren Aufführungsaktivitäten hat Geneviève Strosser auch Kammermusik unterrichtet am Trinity College of Music in London, im Rahmen der Residenz des Vellinger-Quartetts, war Professorin am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und wurde 2004 zur Professorin an der Musikhochschule von Basel berufen.

Geneviève Strosser spielt auf einem 1660 gebauten Instrument von Mathias Albani.