Lesekonzert mit Frieda Paris und dem Ensemble Recherche in der Reihe „Kompass: 8 Visionen“
„das Gedicht ist wie Flaschenpost
oder Postkarte
ist ohne Du undenkbar
hält auf uns zu“
Frieda Paris‘ Langgedicht „Nachwasser“ (Voland & Quist, 2024), ausgezeichnet mit dem Österreichischen Buchpreis Debüt, ist gebaut wie ein Mobile: ein schwebendes Gebilde, das sich zu allen Seiten öffnet, auffaltet, anreichert mit Einflüsterungen ihrer „Wortmütter“ oder des Vogels, der auf ihrer Schreibschulter sein Nest gebaut hat. Von dort blickt auch die Leserin auf die Entstehung des Texts am SCHNEIDETISCH, auf gestrandetes Poesiegut, Tränensalz, Wörter der Kindheit – und Zettelrückseiten aus dem Nachlass von Friederike Mayröcker.
Auf Passagen aus diesem federleichten und beglückenden Text antworten Sofia von Atzingen (Bratsche) und Åsa Åkerberg (Cello) vom Ensemble Recherche mit verspielten Szenen und Anrufungen musikalischer Vorbilder aus György Kurtágs Setzkasten „Signs, Games and Messages“ (1989-2005), mit Improvisationen und gezupften Kommentaren aus dem Handgelenk.
Gefördert im Rahmen des Literatursommers 2026 – Eine Veranstaltungsreihe der Baden-Württemberg Stiftung, www.literatursommer.de




